Allgemeine Pflegehinweise

 

Allgemeines:

Grundsätzlich ist es bei der Kultivierung fleischfressender Pflanzen wie bei anderen Pflanzen auch nämlich, alle Pflanzenarten brauchen ihren Lebensverhältnissen angepasste Bedingungen. Jeder der in seinem Heim oder Garten Pflanzen hat, hat diese Erfahrung sicherlich bereits selbst gemacht. Bei fleischfressenden Pflanzen gibt es aber einige besondere Grundsätze, welche jeder beachten sollte.

Lichtverhältnisse:

Fleischfressende Pflanzen benötigen meistens sehr helle Standorte, welche man auch mit entsprechendem Kunstlicht recht gut kompensieren kann wie z.B. Leuchtstoffröhren mit UV Anteil oder Natrium Hochdruckdampflampen. Bei sonnigen, bzw. hellen Räumen kann auf zusätzliche Beleuchtung weitestgehend verzichtet werden. Allerdings sollte man seine Pflanzen beobachten, denn oft ist das vermeintlich ausreichende Licht eben doch nicht genug und die Pflanzen können verkümmern.

Luftfeuchtigkeit:

Die Luftfeuchtigkeit bei Fleischfressenden Pflanzen spielt bei den meisten Arten eine große Rolle, obwohl sich in dieser Angelegenheit die Meinungen etwas teilen. Es sollte auf jedem Fall versucht werden, die Luftfeuchte annähernd auf ein Niveau zu bringen welches auch an den natürlichen Standorten der jeweiligen Art zu finden ist. Bei Wohnungen mit sehr trockener Heizungsluft ist die Kultivierung in Glasgefäßen z.B. (Aquarien, größere Gläser) sehr zu empfehlen. Dabei sollten die Gefäße jedoch nie ganz verschlossen werden, da sie bei starker Sonneneinstrahlung sehr schnell überhitzen können und man vor lauter Kondenswasser an den Scheiben seine Pflanzen wohl kaum noch erkennen kann. 

Pflanzensubstrat:

Die natürlichen Standorte fleischfressender Pflanzen sind sehr häufig Moor oder Sumpfgebiete. Sie wachsen dort auf Böden, welche meist leicht sauer sind. Die Substratgrundlage dieser Feuchtgebiete besteht zum Großteil aus Torf. Darum empfiehlt es sich, den Pflanzen auch in heimischen Gefilden eine nahezu natürliche Grundlage zu bieten. So wird meist eine Mischung aus Hochmoortorf und Quarzsand verwendet. Verwenden Sie niemals normale Pflanzenerde! Bei verschiedenen Arten verwendet man auch noch Zusatzstoffe, wie Vermiculite, Perlite, Korkschrot und Ton. Da die meisten Karnivoren sehr empfindlich auf Düngung reagieren ist es sehr ratsam, weitestgehend darauf zu verzichten. Deshalb sollte man auch darauf achten, dass beim gekauften Torf keine Zusatzstoffe enthalten sind

Gießwasser:

Beim Gießwasser ist es wichtig, dass man möglichst kalkarmes Wasser verwendet. Am besten geeignet ist Regenwasser. Leitungswasser oder Grundwasser schadet auf Dauer dem Pflanzensubstrat.

Temperatur:

Es ist sehr schwer eine allgemeine Aussage zu den richtigen Kulturtemperaturen zu treffen. Denn zu verschieden sind die Standorte der fleischfressenden Pflanzen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich die meisten Karnivoren bei Temperaturen von 20-25°C im Sommer und 10-18°C im Winter recht wohl fühlen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, welche im Winter eine stärkere Temperaturabsenkung benötigen. Dazu gehören z.B. Dionaea (Venusfliegenfalle) welche im Winter einen sehr kühlen Standlatz bei ca. 4-10°C benötigt.